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Unsere Haut - das größte Sinnesorgan des Körpers

Grundregeln für das Solarium

Sonne das komplette Jahr über – genau das schafft das Solarium! Der Sommer kann noch so schlecht sein, der Winter noch so kalt; die nötige Dosis an Sonnenstrahlen kann man sich trotzdem holen. Allerdings gilt es trotz allem Positiven, was das Solarium mit sich bringt, immer vernünftig zu handeln und sich zu schützen.  Es ist von äußerster Priorität, die Grundregeln für den Solariumbesuch zu kennen – und anzuwenden:

Nicht mehr als 50 Sonnenstunden pro Jahr sollten genutzt werden – dies schließt die künstliche und die natürliche Sonnenbestrahlung mit ein. Ein Hautarzt gibt unterstützend Tipps, wenn man an Hautkrankheiten leidet. Kosmetika oder Parfums haben im Solarium nichts zu suchen. Bereits Stunden vorher sollte man sich abschminken, kein Parfum tragen und die Kontaktlinsen entfernen, damit die UV-Strahlung nicht schädigend wirkt. Der Augenschutz ist unbedingt anzuwenden – diese UV-Schutzbrille erhält man in jedem Solarium. Sind doch die Augen zwei wirklich wertvolle Helfer durch den Alltag, sollte man diese nicht unnötig gefährden. Für Menschen vom Hauttyp 1 (jene, die durch viele Muttermale, Sommersprossen, helle Haut, blonde oder rote Haare, blaue oder grüne Augen auffallen) sollten die Sonnenbank gänzlich meiden und sich als Alternative die Sonnendusche überlegen.

Das Solarium hat absolut positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Die entstehende Wärme auf der Sonnenbank tut – gerade im frostigen Winter – unglaublich gut und trägt maßgeblich zur Entspannung bei. Allerdings sollte man unbedingt die Regeln für den Solariumbesuch anwenden, um mögliche negative Folgeerscheinungen zu vermeiden. Durch das Solarium können sogar Hautkrankheiten – Akne, etwa – vermieden werden. Auch Neurodermitis kann durch den Solariumbesuch verbessert werden; allerdings immer unter Einhaltung der Grundregeln für den Solariumbesuch. Weniger ist oft mehr – so auch beim Solarium!

UVA- oder UV-Strahlung

Es gibt grundsätzlich drei Arten von ultravioletter Strahlung: UV-A, UV-B und UV-C. Die UV-C-Strahlung kommt allerdings ausschließlich in der natürlichen Sonnenstrahlung vor; sie wird von der Ozonschicht gefiltert. Die UV-C-Strahlung ist unglaublich kurzwellig und wirkt äußerst aggressiv auf die Haut des Menschen ein, was zur Folge haben kann, dass man, so die UV-C-Strahlung einwirkt, das Risiko für Hautkrebs oder andere Hautkrankheiten – auch die Sonnenallergie – immens erhöhen kann.

Im Solarium gibt es nur die UV-A- und / oder die UV-B-Strahlung. Wie tief ein Photon in die Haut eindringen wird, ist abhängig davon, welche Wellenlänge das jeweilige Licht hat und welcher Hauttyp vorliegt.  Generell schaffen es die UV-A-Strahlen, tiefer in die Haut einzudringen, als die UV-B-Strahlen. Lediglich 5 bis 15 Prozent der Strahlen dringen bei hellhäutigen Menschen, also Hauttyp I oder Hauttyp II, in die Haut ein und durchbrechen sogar die Papillarschicht der Haut. Cirka 90 Prozent der UV-B-Strahlen werden von der Oberhaut, der sogenannten Epidermis, absorbiert. Ob das UV-A-Licht bis zur Epidermis vordringen kann, hängt in erster Linie von der Beschaffenheit der Haut ab. 

                    

 

Solarium ab 18 

 

Seit dem 4. August 2009 ist gesetzlich geregelt, dass Personen unter 18 Jahren die Benutzung von Sonnenbänken verboten ist. Die entsprechende Regelung findet sich in § 4 des Gesetzes zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG), wo es heisst:

"Die Benutzung von Anlagen nach § 3 zur Bestrahlung der Haut mit künstlicher ultravioletter Strahlung in Sonnenstudios, ähnlichen Einrichtungen oder sonst öffentlich zugänglichen Räumen darf Minderjährigen nicht gestattet werden."

Das Verbot gilt demnach nicht nur für klassische Sonnenstudios sondern darüber hinaus auch für Sonnenbänke in anderen öffentlich zugänglichen Räumen wie beispielsweise Fitness-Studios.

DÜRFEN JUGENDLICHE PRIVATE SONNENBÄNKE BENUTZEN?
Da das Gesetz nur die Gestattung der Nutzung von öffentlichen Sonnenbänken durch Minderjährige untersagt, sind privat in den eigenen vier Wänden aufgestellte Sonnenbänke hiervon nicht umfasst. Demnach sind Eltern, die Personen unter 18 Jahren die Nutzung der heimischen Sonnenbank gestatten nicht von dem Verbot betroffen. 

IST DIE SOLARIUM-NUTZUNG MIT ERLAUBNIS DER ELTERN ODER ÄRZTLICHEM ATTEST MÖGLICH?
Auch eine schriftliche Erlaubnis der Eltern, die Personen unter 18 Jahren besuche im Solarium gestattet, hebt dieses Verbot nicht auf. Die Möglichkeit, das Solarium-Verbot für Minderjährige auf diese Weise auszuhebeln, besteht daher nicht.

Das selbe gilt, wenn Minderjährige die Nutzung von öffentlichen Sonnenbänken aufgrund eines ärztlichen Attestes begehren. Sofern ein Arzt oder Hautarzt eine entsprechende Bestrahlung für medizinisch notwendig hält, kann er die Bestrahlung selbst vornehmen. Der Besuch eines öffentlichen Solariums durch Minderjährige kann also auch nicht durch ein ärztliches Attest gestattet werden.


Dem minderjährigen Besucher droht allein für den Besuch und die Nutzung eines Solariums keine Strafe. Allerdings könnte es im Einzelfall strafbar sein, wenn Personen unter 18 Jahren versuchen, Personen unter Angabe falscher Daten zur Person oder durch Vorlage gefälschter Dokumente zur Gestattung der Nutzung einer öffentlichen Sonnenbank zu bewegen.

DARF DER STAAT MINDERJÄHRIGEN DIE SOLARIUM-NUTZUNG VERBIETEN?
Ja, er darf. Das zumindest hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 21. Dezember 2011 (Az.: 1 BvR 2007/10) entschieden.